Im Ticker: Aktuelle Informationen zur Afrikanischen Schweinepest im Landkreis Spree-Neiße

26.01.2020

  • Pressemitteilung Nr. 21/2021, 26.01.2021Afrikanische Schweinepest: Offen gelassene Zauntore gefährden Eindämmung im LandkreisIm Landkreis Spree-Neiße/Wokrejs Sprjewja-Nysa stagniert die Zahl der Wildinfektionen mit dem Erreger der Afrikanischen Schweinepest weiterhin bei 35 labordiagnostisch bestätigten Fällen im Kerngebiet. Die vergleichsweise stabile Lage könnte jedoch durch unachtsames Verhalten gefährdet werden. In den vergangenen Tagen wurde vermehrt beobachtet, dass die Tore der Schutzzäune von Passanten nicht korrekt verschlossen werden. Trotz der regelmäßig stattfinden Kontrollen entstehen so gefährliche Sicherheitslücken.

    Landrat Harald Altekrüger richtet einen Appell an alle Einwohnerinnen und Einwohner des Landkreises: „Wir haben viel Zeit, Mühe, personelle Kräfte und auch Geld investiert, um die hiesige Wirtschaft vor den Auswirkungen der Afrikanischen Schweinepest zu bewahren. Leider müssen wir beobachten, dass die Tore der Schutzzäune um das Kerngebiet und der Weißen Zone immer häufiger von Spaziergängerinnen und Spaziergängern nach dem Passieren nicht geschlossen werden. Dabei könnte nur eine kurzzeitig offen stehende Tür dazu führen, dass die Tiere die Infektion wieder in neue Gebiete eintragen und die Eindämmungsmaßnahmen müssen erneut beginnen. Daher bitte ich alle Spaziergängerinnen und Spaziergänger nachdrücklich, die Türen stets sorgsam hinter sich zu schließen. Es ist eine kleine Handlung, die jedoch monatelange Arbeit zunichtemachen kann. Ich spreche auch im Namen aller landwirtschaftlichen Betreiber, wenn ich sage: Bitte schließen sie die Türen der Schutzzäune hinter sich, wenn sie das Gebiet betreten oder verlassen.“

    Die Zahl der mit der Afrikanischen Schweinepest infizierten Wildschweine ist 2021 im Land Brandenburg erneut gestiegen. Die Tierseuche wurde innerhalb einer Woche bei 48 neuen Funden vom Nationalen Referenzlabor des Friedrich-Loeffler-Instituts nachgewiesen, zwei der neuen Funde lagen rund zwei Kilometer außerhalb des Kerngebiets im Landkreis Märkisch-Oderland. Auch in Sachsen und im Nachbarland Polen werden immer mehr betroffene Tiere aufgefunden.

    Weitere Informationen und die aktuelle Fallzahlen unter: https://www.fli.de/de/aktuelles/tierseuchengeschehen/afrikanische-schweinepest/

    Hintergrund:
    Die Afrikanische Schweinepest (ASP) ist eine anzeigepflichtige Tierseuche, die Haus- und Wildschweine betrifft. In den afrikanischen Ursprungsländern übertragen Lederzecken das Virus der ASP. Diese spielen in Mitteleuropa keine Rolle. Hierzulande überträgt sich das Virus direkten Kontakt mit infizierten Tieren oder deren Kadavern, das Aufnehmen von Speiseabfällen oder Schweinefleischerzeugnissen bzw. -zubereitungen sowie andere indirekte Übertragungswege (Fahrzeuge, kontaminierte Ausrüstungsgegenstände einschl. Jagdausrüstung, landwirtschaftlich genutzte Geräte und Maschinen, Kleidung). Der Kontakt mit Blut ist der effizienteste Übertragungsweg. Nach einer Infektion entwickeln die Tiere sehr schwere, aber unspezifische Allgemeinsymptome. Die ASP ist keine Zoonose, also zwischen Tier und Mensch übertragbare Infektionskrankheit, und daher für den Menschen ungefährlich. Andere Haus- und Wildtiere sind ebenfalls nicht empfänglich für die ASP.
    Gemäß der Strategie des Landes Brandenburg zur Bekämpfung der ASP wurde eine sogenannte „weiße Zone“ um das erste Kerngebiet „Sembten/Neuzelle“ eingerichtet. Dabei handelt es sich um einen circa fünf Kilometer breiten Streifen, der das Kerngebiet wie ein Halbkreis auf dem Gebiet der Landkreise Oder-Spree, Spree-Neiße und Dahme-Spreewald umschließt. Das gesicherte Gebiet hat eine Fläche von rund 285 Quadratkilometern und wird mit zwei festen Zaun-Reihen  gesichert – einem äußeren und einem inneren.
    Das Konzept einer „weiße Zone“ beziehungsweise „Zone Blanche“ wurde im Jahr 2018 in Belgien entwickelt. Dort hatten die Behörden feste Zäune hin zur französischen Grenze aufgestellt, um eine Ausbreitung der Seuche nach Westen zu verhindern. Frankreich etablierte zeitgleich ein eigenes Zaunsystem, so dass ein Korridor geschaffen wurde, der mit jagdlichen Maßnahmen im Rahmen der Tierseuchenbekämpfung weitgehend wildschweinfre

01.12.2020

Neue Tierseuchenallgemeinverfügung tritt am 01.12.2020 in Kraft

Ab dem 01. Dezember 2020 tritt die neue “Tierseuchenallgemeinverfügung des Landkreises Spree-Neiße/Wokrejs Sprjewja-Nysa zur Festlegung eines gefährdeten Gebietes, eines Kerngebietes, einer weißen Zone sowie einer Pufferzone zum Schutz gegen die Afrikanische Schweinepest bei Wildschweinen” in Kraft.
Gleichzeitig tritt damit die Tierseuchenallgemeinverfügung vom 05. Oktober 2020 außer Kraft.
Veröffentlicht ist sie hier auf www.lkspn.de unter Aktuelles -> Afrikanische Schweinepest (ASP) -> Allgemeinverfügung, Verordnungen.

1.12.2020

Afrikanische Schweinepest: Keine weiteren infizierte Funde; Ausweitung der Pufferzone Richtung Spremberg geplant

Mit Stand des heutigen Tages (1.12.2020) wurden keine weiteren Fälle von Afrikanischer Schweinepest gemeldet. Die Zahl der labordiagnostischen bestätigten Funde von infiziertem Wild stagniert bei 14 im Kerngebiet. Die Bemühungen, die Seuche weiterhin einzudämmen dauern an: Künftig soll die Pufferzone noch einmal vergrößert und in Richtung Spremberg ausgeweitet werden. Auch die Suche nach infizierten Wildschweinen geht weiter: Derzeit liegt der Schwerpunkt der Fallwildsuche auf dem  Gebiet des „Muskauer Faltenbogens“. Ab dieser Woche kommen im besonders unwegsamen Gelände noch einmal Fährtensuchhunde zum Einsatz. Am 30. November und 1. Dezember wird zudem ein Helikopter der Polizei das Gebiet der Weißen Zone überfliegen, um weitere verendete Tiere aufzuspüren.

Landrat Harald Altekrüger: „Auch wenn wir bereits seit mehreren Woche keine neuen Funde im Landkreis zu verzeichnen haben, bedeutet das keine Entwarnung. Das verdeutlichen auch die Entwicklungen in unseren Nachbar-Landkreisen. Wir bleiben weiterhin in Alarmbereitschaft. Die bewährten Maßnahmen gegen die Ausbreitung werden in hoher Intensität aufrechterhalten. An oberster Stelle bleibt das Ziel, das Auftreten neuer Fälle zu verhindern, um die landwirtschaftlichen Betriebe zu schützen.“

Hintergrund: Gemäß der Strategie des Landes Brandenburg zur Bekämpfung der ASP wurde eine sogenannte „weiße Zone“ um das erste Kerngebiet „Sembten/Neuzelle“ eingerichtet. Dabei handelt es sich um einen circa fünf Kilometer breiten Streifen, der das Kerngebiet wie ein Halbkreis auf dem Gebiet der Landkreise Oder-Spree, Spree-Neiße und Dahme-Spreewald umschließt. Das gesicherte Gebiet hat eine Fläche von rund 285 Quadratkilometern und wird mit zwei festen Zaun-Reihen  gesichert – einem äußeren und einem inneren. Parallel wird an der brandenburgisch-polnischen Seite entlang Oder und Neiße ebenfalls ein fester Wildschutzzaun gebaut.
Das Konzept einer „weiße Zone“ beziehungsweise „Zone Blanche“ wurde im Jahr 2018 in Belgien entwickelt. Dort hatten die Behörden feste Zäune hin zur französischen Grenze aufgestellt, um eine Ausbreitung der Seuche nach Westen zu verhindern. Frankreich etablierte zeitgleich ein eigenes Zaunsystem, so dass ein Korridor geschaffen wurde, der mit jagdlichen Maßnahmen im Rahmen der Tierseuchenbekämpfung weitgehend wildschweinfrei gehalten werden konnte.
19.11.2020

Sonder-Kreisausschuss tagt am Freitag

  • Am Freitag, dem 20. November 2020, kommt der Kreisausschuss des Landkreises Spree-Neiße/Wokrejs Sprjewja-Nysa unter verkürzter Ladefrist auf Grund der Dringlichkeit erforderlicher Zaunbaumaßnahmen im Rahmen der Eindämmung der Afrikanischen Schweinepest (ASP) zusammen. Die öffentliche Sitzung findet um 14:00 Uhr im Großen Saal des Kreishauses in der Heinrich-Heine-Straße 1 in 03149 Forst (Lausitz)/Baršć (Łužyca) statt. Als einziger Punkt steht die Zustimmung zu einem Hilfeersuchen für die Errichtung eines Zaunes (ASP-Kernzone) auf der Tagesordnung.

10.11.2020

  • Der Bau des äußeren Zauns um die weiße Zone wird bis zum 12. November fertiggestellt, teilt der Landkreis Spree-Neiße mit.

09.11.2020

  • Das Landwirtschaftsministerium startet heute Abgabeprämie für Wildschweine.

09.11. 2o2o

02.11.2020

23.10.2020

Afrikanische Schweinepest: Kreisverwaltung bildet Jägerinnen und Jäger zu Bergungstrupps aus

18 Jägerinnen und Jäger aus der Region erweitern kurz entschlossen ihr Einsatzfeld und bilden sich in der Bergung von Fall- und Unfallwild weiter.  Möglich machen das der Kreisjagdverband Spree-Neiße sowie die Naturschutz-, Jagd- und Fischereibehörden der Kreisverwaltung. Nach Abschluss wird die speziell ausgebildete Jägerschaft den Landkreis Spree Neiße/Wokrejs Sprjewja-Nysa beim Kampf gegen die Ausbreitung der Afrikanischen Schweinepest unterstützen.

Im Seminar lernen die Teilnehmenden, wie verendete Wildschweine sachgerecht geborgen werden. Neben theoretischen Inhalten, wie das korrekte Handhaben von Bergehilfen und Desinfektionsmitteln wird es auch ganz praktisch: Am eigenen Leib können sie unter professioneller Anleitung das Ein- und Auskleiden der persönlichen Schutzausrichtung trainieren. Künftig werden die 18 Jägerinnen und Jäger dann als Bergungstrupps während Suchaktionen in den Restriktionszonen auf Abruf bereit stehen. Die Weiterbildung ist freiwillig.

Landrat Harald Altekrüger: „Das Bergen von Kadavern in einer Infektionslage erfordert besondere Kenntnisse und Fertigkeiten. Mit den Jägerinnen und Jägern erhalten wir ortskundige Unterstützung, die bereits mit den außergewöhnlichen Herausforderungen der Arbeit mit Tierkadavern vertraut ist.  So danke ich im Namen des Landkreises allen Jägerinnen und Jägern von Herzen für Ihre Bereitschaft, ein Teil ihrer Freizeit der Seuchenbekämpfung zu widmen. Ihr Einsatz ist wertvoll und bleibt nicht ungesehen.“

 

22.10.2020

Afrikanische Schweinepest: Krisenstab zieht zum 22.10. nach Groß Gastrose

Der Krisenstab Lokales Tierseuchenbekämpfungszentrum Spree-Neiße wird heute nach Groß Gastrose in der Gemeinde Schenkendöbern verlegt. Ab dem 22.10.2020 ist er ausschließlich unter folgender Telefonnummer erreichbar: 035692 – 661361. 
Seit dem 16.09.2020 war der Krisenstab im Ausbildungszentrum für Brand- und Katastrophenschutz verortet, unter der Adresse Am Pferdegarten 6  in 03149 Forst (Lausitz). In Gastrose wird er künftig im Feuerwehrgerätehaus in der Bahnhofsstraße 34 tagen.
Landrat Harald Altekrüger zu den Gründen für den Umzug: „In Groß Gastrose können alle Schlüsselpersonen und Einsatzkräfte näher am Geschehen agieren, sprich näher am Kerngebiet des Ausbruchs der Afrikanischen Schweinepest in unserer Region. Glücklicherweise steht uns in dem Ort eine ebenso leistungsfähige Zentrale zur Verfügung, dank der engagierten Vorarbeit aller Beteiligten. Zudem werden die Räumlichkeiten des Ausbildungszentrums ab morgen den Corona-Krisenstab beherbergen – in denen wiederum alle Ressourcen hier vor Ort in Forst gebündelt und bestmöglich erreichbar sein können.“

Der Krisenstab Lokales Tierseuchenbekämpfungszentrum ist das Herzstück der regionalen Bekämpfung der Afrikanischen Schweinepest im Landkreis Spree-Neiße/Wokrejs Sprjewja-Nysa. Hier werden alle Maßnahmen diskutiert und umgesetzt, angepasst an die tagesaktuelle Lage: Dazu gehört vor allem die Koordination mit den Ämtern und Gemeinden – je nach Bedarf auch mit der Polizei, Kreisverwaltung, der Bundeswehr,  Jägerinnen und Jägern sowie  der Feuerwehr. Alle Neuigkeiten zur Ausbreitung der Afrikanischen Schweinepest werden auf der Website des Landkreises veröffentlicht.

 

19.10.2020

  • Afrikanische Schweinepest: Keine neuen Funde, Suche nach Fallwild geht weiterDer Kampf gegen die Afrikanische Schweinepest läuft unvermindert weiter. Eine positive Nachricht: Seit dem 12.10.2020 sind keine weiteren Fälle aus dem Landkreis Spree-Neiße/Wokrejs Sprjewja-Nysa gemeldet worden. Der Stand bleibt bei 12 Fällen von infiziertem Schwarzwild. Mehrere Wildschweine, die am Wochenende bei Unfällen ums Leben gekommen sind, werden derzeit beprobt.Suche im Kerngebiet geht weiter
    Um das Ausbreiten der Tierseuche zu stoppen, geht das Suchen und Bergen nach verendeten Wildschweinen am morgigen Dienstag weiter:  Ab Sembten in der Gemeinde Schenkendöbern startet ein Trupp aus Helfenden, um die abgeernteten Flächen der Maisfelder nach verendeten Tieren abzusuchen. Landrat Harald Altekrüger: „Das Kerngebiet sowie die Weiße Zone ist mit der Unterstützung von Bundeswehrsoldaten fußläufig nahezu komplett nach Wildschweinkadavern abgesucht. Schwerpunktmäßig geht nun die Suche auf frisch abgeernteten Maisfeldern weiter. Hierfür steht für morgen ein Such- und Bergungstrupp bereit. Ich danke allen, die sich an dieser wichtigen Arbeit beteiligen.“ Weiterhin regelmäßig im Einsatz sind außerdem Flugdrohnen mit Wärmebildkameras.Fallwildmeldung
    Sollten Privatpersonen ein totes Wildschwein entdecken, sollten sie bitte zwingend Abstand zum Kadaver halten und ihn unter keinen Umständen berühren. Der Fund ist umgehend dem Kreisveterinäramt mit möglichst genauer Beschreibung des Fundortes zu melden, Telefon: 03562 / 986 18301 oder außerhalb der Dienstzeiten der Leitstelle Lausitz unter 0355 / 632330.


    Pressestelle Landkreis Spree-Neiße/Wokrejs Sprjewja-Nysa

08.10.2020

6.10.2020

01.10.2020

  • Zweite Gesprächsrunde mit Landwirten und Jägern zur Afrikanischen Schweinepest (ASP) 80 betroffene Landwirte und Jäger des gefährdeten Gebietes folgten der Einladung des Landkreises Spree-Neiße/Wokrejs Sprjewja-Nysa am gestrigen Mittwoch in Guben, um den aktuellen Stand zur ASP im Landkreis durch den 1. Beigeordneten, Olaf Lalk, stellv. Amtstierärztin Katrin Thiele, Sachgebietsleiterin Landwirtschaft Annette Friedow und Sachgebietsleiterin Henrik Schuhr übermittelt zu bekommen.
    In einem gemeinsamen Austausch wurden der aktuelle Sachstand und zukünftige Maßnahmen und Aktivitäten mit dem Vorsitzenden des Kreisbauernverbandes, Frank Schneider, stellv. Vorsitzender des Kreisjagdverbandes Spree-Neiße/Cottbus und den  örtlichen Jägern und Landwirten, besprochen.
    Zum Abschluss der Infoveranstaltung konnten den betroffenen Landwirten im gefährdeten Gebiet Ausnahmegenehmigungen für Bodenbearbeitung und Herbstbestellung durch die stellv. Amtstierärztin, Katrin Thiele übergeben werden. Grundvoraussetzung der Ausnahmegenehmigung war jedoch, die vorherige Absuche durch Drohnen sowie Suchtrupps.

30.09.2020

  • Erster Fall im Landkreis Märkisch Oderland. Bislang 38 nachgwiesene Fälle. Eine Pressemitteilung mit neuen Umgangsmaßnahmen lesen Sie hier.

30.09.2020

  • Das Finanzministerium will mit 6 Millionen Euro einen festen Zaun bauen. Die Pressemitteilung finden Sie hier.

28.09. 2020

  • Afrikanische Schweinepest: Insgesamt 36 Fälle bestätigt – Fundorte liegen im bestehenden Kerngebiet
    Suche nach toten Wildschweinen geht unvermindert weiter
    Das Nationale Referenzlabor – das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) – hat heute bei einem weiteren Wildschwein den amtlichen Verdacht auf Afrikanische Schweinepest (ASP) bestätigt. Damit gibt es jetzt insgesamt 36 bestätigte ASP-Fälle im Land Brandenburg, die alle aus dem bestehenden Kerngebiet stammen. Die Suche nach toten Wildschweinen im gefährdeten Gebiet geht unvermindert weiter. Das teilte das Verbraucherschutzministerium mit.
    Alle 36 infizierte Wildschweine wurden innerhalb des eingezäunten Kerngebiets gefunden, davon 9 nahe Schenkendöbern im Landkreis Spree-Neiße und 27 nahe Neuzelle im Landkreis Oder-Spree. Das Kerngebiet hat eine Fläche von circa 150 Quadratkilometern und einen Umfang von circa 60 Kilometern.
    Ministerium für Soziales, Gesundheit, Integration und Verbraucherschutz des Landes Brandenburg.

 

24.09.2020

  • Zahl erlegter Wildschweine hat stark zugenommen – Afrikanische Schweinepest macht weitere große Anstrengungen erforderlich. Die Zahl der von den Jägerinnen und Jägern im vergangenen Jagdjahr 2019/2020 erlegten Wildschweine stieg im Vergleich zum Vorjahr um 43 Prozent auf 102.131 an. Damit wurde eine Rekordstrecke erzielt. Allerdings deutet ein weiteres Anwachsen der Wildschweinstrecke nicht darauf hin, dass die Gesamtpopulation zurückgeht. Das Landwirtschaftsministerium unterstützt den Abschuss von Wildschweinen mit einer Prämie, die für das Jagdjahr 1. April 2019 bis 31. März 2020 1,4 Millionen Euro betrug, die besonders aktiven Jägern zu Gute kam. Minister Axel Vogel appelliert an die Jäger, in ihren Anstrengungen, Wildschweine zu erlegen, nicht nachzulassen. Die Jagdstrecke 2019/2020 bei den Wildschweinen war nur mit viel Einsatz und Engagement zu erzielen. Mit Blick auf die jüngst in Brandenburg ausgebrochene Afrikanische Schweinepest (ASP) ist es unbedingt erforderlich, die zu hohe Wildschweinpopulation auszudünnen und so die Übertragungsketten zu unterbrechen. Um dies zu erreichen, muss der Anteil der Muttertiere (Bachen) an der Gesamtstrecke deutlich steigen. Im vergangenen Jagdjahr lag dieser über alle Jagdreviere (ausgenommen Landesforst) nur bei 5,4 Prozent (Landesforst 8,5 Prozent). Erst bei einem Bachen-Anteil von deutlich über 10 Prozent ist ein Rückgang der Gesamtpopulation zu erwarten. Bachen können erst erlegt werden, wenn die Frischlinge nicht mehr auf die Fürsorge des Muttertieres angewiesen sind.
    Sobald die Jagd in dem gefährdeten Gebiet der Afrikanischen Schweinepest wieder erlaubt ist, muss der Bestand der Wildschweine deutlich reduziert werden; in der Kernzone muss sogar jedes Wildschwein erlegt werden. Hier kommen auch Saufänge und Nachtzielgeräte zum Einsatz. Nur gemeinsam mit den Jägern und den Forstbediensteten vor Ort kann dies erreicht werden. Über die Einführung eines neuen Prämiensystems für die Jäger in den besonders bedrohten Landkreisen wird kurzfristig entschieden.
    Pressemitteilung Land Brandenburg

22.09.2020

  • Neue Wildschweinfunde im Kerngebiet. Seit der Fallwildsuche bei Schenkendöbern im Landkreis Spree-Neiße/Wokrejs Sprjewja-Nysa sind weitere Wildschweinkadaver aufgefunden worden. Somit wurden insgesamt 33 tote Tiere in der abgesperrten Zone geborgen. (Stand 22.09.2020). Die zwei neugefundenen Kadaver werden im Landeslabor Berlin-Brandenburg zurzeit beprobt. Mit Stand von heute, Dienstag, den 22.09.2020, wurde offiziell vom Nationalen Referenzlabor für ASP des Friedrich-Loeffler-Instituts (FLI) auf der Insel Riem bei neun Wildschweinkadavern im Landkreis Spree-Neiße/Wokrejs Sprjewja-Nysa, das ASP-Virus bestätigt.

22.09.2020

  • Info-Telefon zur Afrikanischen Schweinepest: Rufnummer: 0331 866-5666. Das Verbraucherschutzministerium und das Landwirtschaftsministerium des Landes Brandenburg haben gemeinsam ein Info-Telefon zur Afrikanischen Schweinepest (ASP) eingerichtet. Unter der Rufnummer 0331 866-5666 beantworten Beschäftigte aus beiden Ministerien von Montag bis Freitag in der Zeit von 9 bis 13 Uhr Fragen rund um das Thema Afrikanische Schweinepest. Auch die betroffenen Landkreise Spree-Neiße, Dahme-Spreewald und Oder-Spree schalten Bürgertelefone zur ASP frei. Verbraucherschutzministerin  Ursula Nonnemacher: „Trotz aller Abwehrbemühungen ist die Afrikanische Schweinepest jetzt auch in Brandenburg nachgewiesen worden. Jetzt gilt es, die Tierseuche auf ein möglichst kleines Gebiet einzudämmen und auf jeden Fall zu verhindern, dass die Infektion auf Hausschweinbestände übergreift. Dafür müssen zahlreiche Maßnahmen wie die Ausweisung von Restriktionszonen sowie ein vorläufiges Jagdverbot im gefährdeten Gebiet ergriffen werden. Grundlage für alle Maßnahmen ist die Schweinepest-Verordnung. Mit dem Info-Telefon bauen wir unser Informationsangebot weiter aus, um Fragen dazu zu beantworten. Für den Menschen ist die Tierseuche ungefährlich.“
    Agrarminister Axel Vogel: „Die Situation für Landwirte und Waldbewirtschafter hat sich mit der Feststellung der Afrikanischen Schweinepest im Wildschweinbestand zugespitzt. Sie müssen gravierende wirtschaftliche Folgen befürchten. Die Landesregierung nimmt ihre Sorgen sehr ernst. Wir befinden uns in einem intensiven Austausch, um alle Fragen zu notwendigen Maßnahmen zu klären und deren Auswirkungen zu begrenzen. Oberstes Ziel ist es, die Hausschweinbestände vor der Afrikanischen Schweinepest zu schützen.“
    Auch die von den eingerichteten Restriktionszonen betroffenen Landkreise haben Telefon-Nummern für Fragen aus der Bevölkerung freigeschalten:
    Landkreis Spree-Neiße: 03562 986 100 44 (Montag bis Donnerstag von 8 bis 16 Uhr, Freitag von 8 bis 12 Uhr)

22.09.2020

  • Spürhunde helfen bei der Fallwildsuche. Seit Montag sind im Kerngebiet bei Schenkendöbern zwei Suchhundestaffeln aus Schleswig-Holstein und Rheinland Pfalz zur Bekämpfung der Afrikanischen Schweinepest (ASP) unterwegs. Nach Helikopter und Drohnen werden nun im Landkreis Spree-Neiße/Wokrejs Sprjewja-Nysa zehn Hundeführer mit zehn Hunden im Kerngebiet aber auch im gefährdeten Gebiet eingesetzt, um nach möglichen Kadavern Ausschau zu halten. Diese Maßnahme ist eine ganz besondere und neue Herausforderung für den Landkreis, mit der Hoffnung noch schneller und wirkungsvoller die ASP hier vor Ort zu bekämpfen.
    Bislang wurden 31 Proben an das Landeslabor Berlin-Brandenburg gesendet. Mit Stand von Montag, den 21.09.2020, wurden offiziell vom Nationalen Referenzlabor für ASP des Friedrich-Loeffler-Instituts (FLI) auf der Insel Riem bei vier Wildschweinkadaver im Landkreis Spree-Neiße/Wokrejs Sprjewja-Nysa, das Virus der ASP bestätigt.

18.09.2020

  • Weitere Wildschweinfunde im Kerngebiet
    Mit Beginn der Fallwildsuche im Kerngebiet in der Gemeinde Schenkendöbern im Landkreis Spree-Neiße/Wokrejs Sprjewja-Nysa wurden am 17. September 2020 weitere fünf Wildschweinkadaver aufgefunden. Somit wurden insgesamt 10 tote Tiere in der abgesperrten Zone geborgen.
    Die toten Wildschweine werden im Landeslabor Berlin-Brandenburg zurzeit beprobt.

17.09.2020

  • Wildschweinfunde nach erster Fallwildsuche

    Mit Beginn der gestern gestarteten Fallwildsuche im Kerngebiet bei Schenkendöbern in der Gemeinde Schenkendöbern im Landkreis Spree-Neiße/Wokrejs Sprjewja-Nysa wurden vier Wildschweinkadaver aufgefunden.

    Die toten Wildschweine werden im Landeslabor Berlin-Brandenburg zurzeit beprobt. Am Freitag-Vormittag, dem 18.09.2020, erwartet der Landkreis Spree-Neiße/Wokrejs Sprjewja-Nysa die Testergebnisse.

16.09.2020

  • Wie das Verbraucherschutzministerium in Potsdam mitteilt, gab es fünf weitere bestätigte Fälle der Seuche. Fundort war das Gebiet Neuzelle (Kreis Oder Spree).

15.09.2020

14.09.2020

  • Der Landkreis Spree-Neiße/Wokrejs Sprjewja-Nysa hat eine Hotline eingerichtet, an die sich die Bürgerinnen und Bürger zu allen Fragen rund um das Thema Afrikanische Schweinepest wenden können. Unter der Rufnummer 03562 986 10044 stehen Mitarbeiterinnen und Mitarbeier der Kreisverwaltung als Ansprechpartner zur Verfügung. Falls sich Fragen ergeben, die nicht sofort am Telefon beantwortet werden können, werden diese notiert, anschließend hausintern zur Abklärung weitergeleitet und mit einem zeitnahen Rückruf beantwortet.

14.09.2020

11.09.2020

10.09.2020

  • Nach der Meldung von Fallwild in Form eines weiblichen Wildschweines der Altersklasse 2 am Montag, dem 7. September 2020, durch den zuständigen Jäger im Eigenjagdbezirk im Ortsteil Sembten in der Gemeinde Schenkendöbern, wurde am heutigen Donnerstag, dem 10. September 2020, um 11:15 Uhr durch das Friedrich Löffler Institut in Riems endgültig bestätigt, dass das verweste Tier den Virus der Afrikanischen Schweinpest enthält. Im Landkreis Spree-Neiße/Wokrejs Sprjewja-Nysa wurden unverzüglich der Krisenstab einberufen und entsprechende Maßnahmen festgelegt. Neben der Information der Bevölkerung umfasst dies in einem ersten Schritt die Einrichtung von Restriktionszonen. Die Kernzone umfasst dabei einen Umkreis von bis zu drei Kilometern vom Fundort. Diese Abgrenzung wird mit einem elektrischen Zaun abgesichert sowie mit einem Betretungs- und Ernteverbot belegt. Bei der zweiten Zone mit einem Radius von 15 Kilometern handelt es sich um das sogenannte gefährdete Gebiet, dem der dritte Radius mit einer Weite von 30 Kilometern folgt. Im gefährdetem Gebiet gibt es 17 gemeldete Schweinehaltungen, davon eine in der Kernzone. Die ersten Beprobungen sind bereits angelaufen. Weiterhin wird jedes erlegte bzw. gefundene Fallwild beprobt und zu einer Kadaversammelstelle nach Bresnichen gebracht. Die Sammlung und Beprobung der erlegten und gesammelten Schweine führt der Holzhof Tauer durch. Als weitere Maßnahme koordiniert der Landkreis Spree-Neiße/Wokrejs Sprjewja-Nysa in enger Abstimmung mit den Landkreisen Dahme Spreewald und Oder-Spree einen Zaunbau. Ebenso wird der Landkreis vom Tierseuchenbekämpfungsdienst des Landes Brandenburg vor Ort unterstützt.

Pressemitteilung Landkreis Spree-Neiße vom 10.09.2020

Eine Pressemitteilung der Landesregierung vom 10.09.2020 lesen Sie hier. (Bitte anklicken).

Informationen zur Afrikanischen Schweinepest

Hotline beim Landkreis:
03562 986 10044 (Montag bis Donnerstag von 8 bis 16 Uhr, Freitag von 8 bis 12 Uhr)
Per E-Mail: kats-asp@lkspn.de

Krisenstab: 035692 – 661361

Infotelefon Land Brandenburg:
0331 866-5666 (Montag bis Freitag 9 bis 13 Uhr)

Informationen: Wissenswertes zur Tierseuche finden Sie beim Deutschen Jagdverband oder hier beim Landwirtschaftsministerium (bitte anklicken).

Tierseuchenzonen:  im Landkreis bitte hier anklicken (Stand 14.09.2020).

Übersicht Karten gefährdetes Gebiet

Übersicht der Schutzzonen

Hinweise zum Umgang: Handzettel

Tierseuchenallgemeinverfügung des Landkreis Spree Neiße

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