Ergebnisse der Bürgerbeteiligung zum Bau einer neuen Gesamtschule mit gymnasialer Oberstufe in Kolkwitz sind da

(Pressemittelung des Landkreises)

Eine inklusive weiterführende Schule, die den Bedürfnissen jener entspricht, die einmal in ihr lernen, wachsen und arbeiten sollen – das ist der Anspruch, den der Landkreis Spree-Neiße/Wokrejs Sprjewja-Nysa dem Neubau der Gesamtschule mit gymnasialer Oberstufe (GOST) in der Gemeinde Kolkwitz/Gołkojce zugrunde gelegt hat.

Um einen Einblick in die Vorstellungen der Zielgruppe zu erhalten, hatten Bürgerinnen und Bürger von Ende 2019 bis Mitte 2020 Möglichkeit, an einer öffentlichen Onlinebefragung teilzunehmen. Acht Fragen rund um organisatorische, inhaltliche und konzeptionelle Themen standen zur Meinungsabgabe bereit. Insgesamt gab es 258 Abstimmungen; zwischen 16 und 38 Antworten zu den jeweiligen Fragen konnten in die Auswertung einfließen. „Allen Beteiligten kann man es in den seltensten Fällen recht machen, insbesondere bei Großprojekten wie diesem“, sagt Landrat Harald Altekrüger. „Dennoch ist uns wichtig, Eltern, Schüler und Lehrkräfte aktiv einzubeziehen, wann immer es möglich ist.  Entlang ihrer Wünsche und Bedarfe richten wir die weitere Planung aus.“

Englisch, Spanisch und Französisch stehen ganz oben auf der Wunschliste

Der Großteil der Befragten möchte ihr Kind bereits ab dem Schuljahr 2022/2023 die GOST besuchen lassen oder aber spätestens in den drei Folgejahren. Als Fremdsprachen, die unbedingt gelehrt werden sollen, wurden in absteigender Reihenfolge Englisch, Spanisch und Französisch favorisiert. Chinesisch, Türkisch oder Japanisch rangierten eher auf den hinteren Plätzen. Einige der Umfrageteilnehmerinnen und -teilnehmer haben sich zudem für einen bilingualen Unterricht in englischer Sprache ausgesprochen. Eindeutig sind auch die Wünsche für die Ganztagsangebote ausgefallen: So sagten die Meisten „Ja“ zu den Projekten Brandschutz und Gesunde Ernährung, die den herkömmlichen Lehrplan ergänzen sollen. Ebenfalls hoch im Kurs stehen die Nachmittagsangebote – die überwiegende Mehrheit votierte hier für „Computerkabinett, 10-Finger-Schreiben und Programmieren“, „Brand- und Katastrophenschutz, Fahrschule, Fahrsicherheitstraining“, aber auch für Sportangebote wie Volleyball und Vorbereitungskurse für Universitäten und Bewerbungstrainings.

Max-Planck-Gesamtschule, Heinrich von Kleist oder Niederlausitzer Gesamtschule?

Auch ganz formelle Fragestellungen wie die Namensfindung standen zur Debatte. Wie erwartet, waren hier die Ideen besonders vielfältig: Max Planck, Geschwister Scholl, Heinrich von Kleist oder Erich Fromm? Die Liste der Berühmtheiten, die der neuen Schule ihren Namen (ver-)leihen sollen, ist lang. Im Gegenzug gab es jedoch auch Stimmen, die sich gegen eine Benennung mit personellem Bezug aussprachen. Als Alternativen kristallisierten sich regionale Namen wie Gesamtschule Kolkwitz oder Niederlausitzer Gesamtschule heraus.

Klar ist wiederum: Die meisten Schülerinnen und Schüler werden ihren Schulweg mit dem öffentlichen Personennahverkehr bestreiten – die Anbindung an das Bus- und Bahnnetz steht daher außer Frage. Derzeit prüft der Landkreis, ob eine eigene Haltestelle vor der Schule eingerichtet werden kann. Auch der Antrag für eine Anbindung an den Schienenverkehr ist bereits beim Land Brandenburg eingereicht. Landrat Harald Altekrüger: „Im Namen der Kreisverwaltung bedanke ich mich bei allen, die sich Zeit genommen haben, um an der Umfrage mitzuwirken. Zur ersten Bestandsaufnahme ist jede Meinung unheimlich wertvoll. Für Aspekte, die naturgemäß viel Raum für Austausch brauchen, wie beispielsweise die Namensgebung, werden wir im weiteren Verlauf voraussichtlich noch einmal Möglichkeiten zur Abstimmung anbieten.“

Die vollständige Auswertung der Umfrage im PDF-Format finden Sie hier.

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