Platten aus DDR-Wohnbau werden wiederverwendet
Pressemitteilung Staatskanzlei Brandenburg / veröffentlicht am 29.04.2026
Aus Altem klimaschonend Neues schaffen: Die Gemeinde Kolkwitz (Landkreis Spree-Neiße) hat mehr als 521.000 Euro aus Strukturstärkungsmitteln für ihr Pilotprojekt ReUse Hub erhalten. Dabei werden Betonplatten aus dem DDR-Wohnungsbau für den Neubau eines Mehrzweckgebäudes an der Sportanlage Jahnstraße wiederverwendet. Während der Rohbau über ein Europäisches Forschungsprojekt finanziert wird, kommt das Geld für den Innenausbau und die Ausstattung aus dem Strukturstärkungsgesetz. Den symbolischen Scheck über diese Mittel hat heute der Lausitzbeauftragte des Ministerpräsidenten, Dr. Klaus Freytag, an den Bürgermeister der Gemeinde Kolkwitz, Karsten Schreiber, übergeben.
Das Verfahren zur Verwertung von Betonplatten aus DDR-Bauten hat die Brandenburgische Technische Universität Cottbus-Senftenberg (BTU) im Rahmen des europäischen Forschungsprojekts „Horizon 2020 – ReCreate“ entwickelt. In Kolkwitz wird das Verfahren erstmals praktisch umgesetzt. Der Mehrzweckbau mit Modellcharakter für klimafreundliches Bauen soll öffentlich genutzt werden – von Vereinen, dem Ortsbeirat oder für Bildungs-, Kultur- und Sportangebote. Am Standort befindet sich bereits der Sportplatz des Kolkwitzer Sportvereins 1896 e.V.
Freytag unterstrich: „Das Pilotprojekt zeigt, dass aus der alten DDR-Platte Neues mit Zukunft entstehen kann – ressourcenschonend und klimafreundlich. Durch die Wiederverwendung der Betonfertigteile wird der Primärenergieverbrauch beim Bau des ReUse Hub erheblich gesenkt. Damit leistet Kolkwitz einen wichtigen Beitrag zur Nachhaltigkeit.“

